Und Sonntag Klingelt Das Telefon

…wieder am Netz! Greller! Schräger!

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Kommunizieren wird schwerer…

Februar 10th, 2010 · 1 Kommentar

Eine gewagte These, in einer Zeit, in der es grenzenlose Möglichkeiten der Kommunikation gibt. Theoretisch könnte es ohne weiteres möglich sein, sich an einem jeden Tag, an einer neuen Art der Kommunikation zu erfreuen. Neben dem Telefon, dem klassischen Brief oder dem Schwätzchen an der Ecke, gibt es ein sehr weites Feld moderner, elektronischer Kommunikation deren Anfang erst das Telefon war. Spätestens mit dem Breitbandanschluss zu Verbraucherpreisen, der ansteigende Datenvolumina für den Privathaushalt zugänglich machte, erhielt die Kommunikation über das Internet Einzug in das häusliche Umfeld.

Heute ist es völlig selbstverständlich geworden, dass Lehrer ihren Schülern Hausaufgaben per eMail schicken, Geschäftsvereinbarungen den elektronischeren, schnelleren Weg wählen, aber auch private Kommunikation aufgrund der Simplizität der modernen Wege, per eMail stattfindet. Doch auch die eMail wurde weiterentwickelt, durch das sogenannte “Instant Messaging”, das Kommunikation in Echzeit ermöglicht, diesen Trend hat jeder große Anbieter mitverfolgt und so stehen sich eine Vielzahl an unterschiedlichen Produkten zum gleichen Zweck gegenüber (ICQ, MSN, AIM, Yahoo). In einem weiteren Schritt wurden weitere Programme (Clients) veröffentlicht, diese konnten mehrere Gesprächsprotokolle, verschiedener Dienste bewerkstelligen und bildeten eine Schnittstelle zwischen den unterschiedlichen Produkten. … der alte Chat aus den Anfangszeiten des Internets, hatte hier schon lange verloren.

…. dann kam die groß gefeierte Webrevolution: Ihr kennt das Prinzip, wir machen’s uns selbst, also den Inhalt (Web 2.0). Und damit kamen Social Networks, Blogs, Mikroblogs,… auf. Die Socialnetworks boten sowieso einen Nachrichtendienst an, eine Frage der Zeit führte zum Echtzeitchat (Instant Messaging), Blogs ermöglichen die Diskussion über Kommentare und Mikroblogs wie Twitter können neben Direktnachrichten auch direkt an bestimme Personen gerichtet werden, ein prähistorisches Chatprinzip.

Der Clou ist nichts dagegen, das ganze wird noch komplizierter. Ich kann diese Wege miteinander verbinden. Durch sogennante APIs, offene Schnittstellen der Plattformen, kann auf Inhalte zugegriffen werden und diese können auch automatisch erstellt werden. Verbinde ich also Twitter, Facebook und Google miteinander, Youtube ist auch mittlerweile Googleprodukt, kann es durchaus passieren, dass das Favorisieren eines Videos zu einem automatisierten Twitter- und Facebookposting führt, habe ich Twitter und Facebook verbunden, gibt es meinen neuesten Favoriten sogar in doppelter Ausfertigung und das nicht, weil er mir doppelt gut gefällt. Das Beispiel ist mir schon passiert.

Viel bedenklicher ist aber: Ich kann entscheiden, ob ich meine Freunde anrufe, ihnen eine SMS schreibe, eine eMail, eine Nachrichten auf StudiVZ/Facebook/XING, ihnen per Twitter meine neuesten Links zukommen lasse oder ich stelle fest, dass wir beide Googlemail nutzen und werde auf den hauseigenen Chatclient aufmerksam bei dieser Auswahlmöglichkeit kann es schonmal passieren, dass mir das Auswählen die Zeit stielt sich überhaupt bei meinen Freunden zu melden. Schade eigentlich, denn dann bringen mir auch diese Wege der Kommunikation nichts mehr.

André

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Tags: Gut beobachtet! · Mir passiert...

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